Neben seinem Vollzeitjob bei ISS ist Kacper professioneller Rugby-Spieler. Und seine sportliche Karriere ist beeindruckend: vier Saisons in Polen, vier in England, eine in Portugal, zwölf in Frankreich – und bisher drei in der Schweiz. Hinzu kommen 35 Einsätze in der polnischen Nationalmannschaft.
Die verschiedenen Stationen haben den 39-Jährigen zu einem Sprachtalent gemacht und das kommt ihm bei der Arbeit zugute.
«Ich geniesse den Austausch mit meinen Kolleg:innen. Wir sprechen Englisch, Französisch, und manche können auch Polnisch», erzählt er. Für ISS ist Kacper seit sechs Jahren im Umzugsservice tätig und auch hier ist er ein echter Teamplayer: «Ich mag, dass mein Job so abwechslungsreich ist, und springe gerne für meine Kollegen ein.»
Kacper trainiert zweimal pro Woche mit dem Team, dazu kommen zwei Krafttrainingseinheiten und die Zeit mit seinem sechsjährigen Sohn: «Mit ihm gehe ich Velofahren oder Fussballspielen. Vor zwei Jahren hat er mit Baby-Rugby angefangen und spielt jetzt im U8-Team», erzählt er stolz. Seine Tochter hat das Sprachtalent geerbt: «Sie ist 17, interessiert sich mehr für Bücher und spricht schon jetzt vier Sprachen.»
Als Yverdon-les-Bains Kacper und ein paar Teamkollegen von Pontarlier abgeworben hat, war Rugby in der Region noch nicht so populär. «Mit dem neu aufgestellten Team wurden wir gleich Meister, das macht den Sport natürlich attraktiver.» Inzwischen kommen zu den Matches ein paar Hundert Zuschauer:innen – und manchmal ist darunter auch ein ISS Kollege, der mit seiner Familie kommt, um Kacper anzufeuern.
Nächste Saison will er auf jeden Fall noch spielen, danach schaut er von Jahr zu Jahr. Denn er merkt das Alter schon: Früher hat er die vollen 80 Minuten gespielt, nun sind es noch etwa 65. «Zum Glück sind die Matches samstags. So kann ich mich sonntags erholen und bin am Montag wieder fit für die Arbeit», sagt er lachend.