Wir atmen täglich bis zu 15’000 Liter Luft ein, grösstenteils in Innenräumen. Ob diese Luft sauber ist, entscheidet sich meist nicht in den Räumen, sondern in den Lüftungs-, Kühl- und Rückkühlsystemen des Gebäudes. Bei ISS sorgen die Teams von Ventilation Services für hygienische und einwandfrei funktionierende Anlagen.
In Büros, Spitälern, Schulen, Laboren oder Gastronomiebetrieben: Saubere Luft wird in unserem Arbeitsalltag als selbstverständlich angesehen. Dafür leisten im Hintergrund Lüftungs-, Kühl- und Rückkühlsysteme rund um die Uhr Schwerstarbeit. Werden sie nicht regelmässig gewartet und gereinigt, kann dies spürbare Konsequenzen für die Menschen in den Innenräumen haben, denn die Qualität der Raumluft beeinflusst ihr Wohlbefinden, ihre Gesundheit und ihre Leistungsfähigkeit unmittelbar.
Unsichtbare Ursachen mit spürbaren Folgen
Oft bleibt die Ursache für schlechte Luft über lange Zeit unbemerkt und unsichtbar. Staub, Fett und Mikroorganismen lagern sich über Monate und Jahre in Lüftungskanälen, Umluftkühlern oder Rückkühlern ab. Die Folgen zeigen sich meist schleichend: störende Gerüche, unspezifische gesundheitliche Beschwerden bei den Gebäudenutzenden, steigender Energieverbrauch oder erhöhte Brandgefahr. Was sich in den Räumen bemerkbar macht, hat seinen Ursprung tief im System der Lüftungskanäle.
Inspektion als Startpunkt
Am Anfang steht immer eine professionell durchgeführte Zustandsanalyse. Die Art der Verschmutzung bestimmt das geeignete Reinigungsverfahren. Unsere Teams inspizieren die Anlage, dokumentieren den Zustand und leiten daraus konkrete Empfehlungen ab. Erst danach folgt die Reinigung. Entweder nass oder trocken, je nach System und Belastung.
Für diese Analyse braucht es spezialisiertes Fachwissen. Unsere Mitarbeitenden verfügen über spezifische Ausbildungen in der Lüftungshygiene und setzen Messgeräte ein, die regelmässig kalibriert und nach geltenden Standards geeicht werden. So sind alle Messwerte nachvollziehbar, präzise und normenkonform. Dieses strukturierte Vorgehen schafft Transparenz und eine klare Entscheidungsgrundlage.
«Viele Probleme im Gebäude haben ihre Ursache in verschmutzten Luftsystemen. Das geht von schlechter Luftqualität über hohe Energiekosten bis hin zu Brandschutzrisiken. Unsere Aufgabe ist es, diese Zusammenhänge aufzuzeigen und mit passenden, nachvollziehbaren Massnahmen zu lösen.»
Stefan Lauber
Projektleiter Ventilation Services, seit 2024 bei ISS
Warum Lüftungsreinigungen sinnvoll sind
Die Teams von Ventilation Services setzen dort an, wo Gebäudebetreiber ohne Spezialwissen kaum Einblick haben. Dies bietet vier grosse Vorteile:
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Hygiene und Gesundheit: Saubere Lüftungssysteme verhindern die Vermehrung von Bakterien, Schimmelpilzen und Keimen. Die Raumluftqualität verbessert sich spürbar und gesundheitliche Beschwerden nehmen ab.
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Brandschutz: In Gastronomiebetrieben lagern sich Fett-Aerosole in Abluftkanälen ab. Diese Rückstände senken die Zündtemperatur erheblich und wirken im Brandfall wie ein Brennstoff. Die regelmässige Reinigung ist darum Teil eines aktiven Brandschutzes.
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Energieeffizienz: Staub und Schmutz lagern sich ab und erhöhen den Luftwiderstand im System. Verschmutzte Anlagen benötigen mehr Energie, um die gleiche Leistung zu erbringen. Die konsequente Reinigung führt zu Kosteneinsparungen bis zu 30 Prozent durch bessere Energieeffizienz.
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Längere Lebensdauer: Regelmässige Reinigung und korrekte Wartung verhindern Materialschäden und verlängern den Lebenszyklus der Anlagen, was langfristig die Ersatz- und Reparaturkosten senkt.
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Die fachgerechte Reinigung verlängert den Lebenszyklus der Anlagen
Umluftkühler, Verdampfer und Rückkühler
Nicht nur Lüftungskanäle sind kritisch. Auch Umluftkühler und Verdampfer beeinflussen Hygiene, Kühlleistung und Energieverbrauch. Verschmutzte Lamellen verschlechtern die Leistung und fördern mikrobielles Wachstum. In Rückkühlern und Kühltürmen herrschen zudem ideale Bedingungen für Legionellen. Regelmässige Kontrollen und eine professionelle Reinigung sind hier entscheidend für Betriebssicherheit und Gesundheitsschutz – insbesondere im Sommer, wenn die Anlagen stark gefordert sind.
Mehrwert für Gebäudebetreiber
Spürbar bessere Raumluft, zufriedenere Gebäudenutzende
Verlängerter Lebenszyklus der Anlagen
Erfüllte Hygiene- und Brandschutzanforderungen
Tiefere Energie- und Betriebskosten
Übersichtliche Dokumentation für interne Stellen und Behörden
Transparenz über den Zustand der Anlagen
Planbare Wartungs- und Reinigungsintervalle
Normensicherheit und Dokumentation
Alle Arbeiten erfolgen nach den anerkannten Richtlinien (VDI/SWKI 6022, VDI 2052, DIN EN 15780 und VDI 2047). Kunden profitieren von einer normenkonformen Ausführung ohne eigenen Interpretationsaufwand. Zusätzlich verfügen unsere Mitarbeitenden über die obligatorischen Hygieneschulungen gemäss SWKI, die in regelmässigen Abständen erneuert werden.
Nach jeder Reinigung erhalten die Kunden eine Fotodokumentation mit Vorher-Nachher-Vergleich sowie einen aktuellen Zustandsbericht. Das schafft Transparenz auch gegenüber internen Stellen, Behörden, Auditoren oder Versicherern.
Vom Reagieren zum Planen
Wer den Zustand seiner Lüftungssysteme kennt, kann Wartungs- und Reinigungszyklen planen und muss nicht auf Störungen oder Beschwerden reagieren. Unsere Teams von Ventilation Services unterstützen Gebäudebetreiber effizient dabei, aus Einzelmassnahmen ein systematisches und vor allem langfristig wirksames Vorgehen zu etablieren. Hygienisch sichere Anlagen, tiefere Energiekosten, eine längere Lebensdauer der Technik und ein stabiler Betrieb ohne unliebsame Überraschungen sind das Resultat.
«Die Qualität der Innenraumluft beeinflusst den Alltag stark. Unsere Arbeit macht diesen Unterschied spürbar, denn saubere Anlagen schützen die Gesundheit. Zudem sichern sie die Betriebskontinuität und sparen Energie. Unser Ziel es, Lösungen zu finden, die technisch, hygienisch und betrieblich umsetzbar und langfristig sinnvoll sind.»
Shqiprim Hykasmoni
Teamleiter Ventilation Services, seit 2021 bei ISS
Fünfstufiger Ablauf
- Inspektion und Zustandsanalyse der Anlage
- Dokumentation und konkrete Handlungsempfehlung
- Wahl des geeigneten Reinigungsverfahrens (trocken oder nass)
- Durchführung mit Schutz der Umgebung und minimaler Betriebsstörung
- Fotodokumentation, Zustandsbericht und Empfehlung der nächsten Reinigungsintervalle
Die Reinigungsverfahren im Überblick
Trockenverfahren
Beim Trockenverfahren werden Ablagerungen mit rotierenden Bürsten unter Unterdruck aus dem Rohr- und Kanalnetz gelöst. Die Bürsten bestehen je nach Einsatz aus Nylon, metallverstärktem Nylon, Polyethylen oder Metall und passen sich den Kanalwänden optimal an. Der gelöste Schmutz wird direkt über eine Absauganlage mit Staubfalle und Filter erfasst. So werden Lüftungskanäle effizient und ohne spürbare Emissionen gereinigt. Zum Einsatz kommen moderne, speziell geeignete Geräte und Materialien.
Nassverfahren
Beim Nassverfahren werden Verschmutzungen mit einer Schaumkanone bei Temperaturen bis 70 °C und einem Druck von bis zu 80 bar gelöst. Kristallisierte Fette werden mit einem materialschonenden, biologisch abbaubaren Reinigungsmittel entfernt. Für die Aufnahme der Rückstände werden Nass- oder Staubsauger eingesetzt. Desinfizierende Mittel kommen nur dort zum Einsatz, wo eine Reinigung mit Dampf nicht möglich ist. Alle Einrichtungen im Arbeitsbereich werden zum Schutz mit Polyethylenfolie abgedeckt.
Nassverfahren mit Dampfhochdruck
Dieses Verfahren arbeitet mit Dampfhochdruckgeräten bei Temperaturen bis 150 °C und einem Druck von bis zu 120 bar. Es eignet sich besonders für hartnäckige Fett- und Schmutzablagerungen. Auch hier wird ein materialschonendes, biologisch abbaubares Reinigungsmittel eingesetzt. Rückstände werden mit Nasssaugern entfernt. Wo Dampf nicht angewendet werden kann, kommen gezielt desinfizierende Mittel zum Einsatz. Die Umgebung wird vollständig mit Polyethylenfolie geschützt.